Was sind einarmige Banditen?

Was sind einarmige Banditen?

Meist ungefährlich – Infos über den „Einarmigen Banditen“

Wer ein Spielcasino betritt, kommt an einer prägnanten Art des Glücksspiels kaum vorbei: dem sogenannten „Einarmigen Banditen“. Der Dauerbrenner wirbt seit mehr als 100 Jahren um Kundschaft. Es geht um Glücksspiel – ein Begriff, der auch gesetzlich klar geregelt ist und im Gegensatz zu Gewinnspiele (kostenlose, seriöse Gewinnspiele) meist kostenpflichtig.

Dieb in Maschinenform

Der Begriff „Einarmiger Bandit“ ist die Übersetzung des englischen Ausdrucks „One-armed Bandit“. Der „Arm“ meint den (rechtsseitigen) Hebel, der das Gerät in Gang setzt, während das Wort „Bandit“ ironisch auf die Eigenschaft des Automaten verweist, Spielerinnen und Spielern das Geld auf diebische Weise aus der Tasche zu ziehen. Der „Einarmige Bandit“ heißt in den Vereinigten Staaten „Slot Machine“ und in Großbritannien „Fruit Machine“.

Ein Glücksspiel und seine Geschichte

Die Ursprünge des „Einarmigen Banditen“ sind im ausgehenden 19. Jahrhundert zu verorten. Basierend auf ersten Entwürfen der Brüder Caille, gestaltete der Deutsch-Amerikaner Charles August Fey im Jahr 1898 den Prototyp, auf dem die bis heute anzutreffenden „Banditen“ beruhen. Die „Liberty Bell“ genannte Maschine Feys war die erste mit einem dreiwalzigen Spielsystem, das sich landläufig etablierte.

Nach dem Herunterziehen des „Arms“, setzen sich die mit unterschiedlichen Symbolen versehenen Walzen in Bewegung. Die Rotation endet meist nach drei Sekunden. Erscheinen im Sichtfenster übereinstimmende Symbole, ist dies gleichbedeutend mit einem Hauptgewinn.

Spielautomaten: Heutige Ausführungen

Die ehemals analog betriebenen Gewerke sehen sich mittlerweile der Moderne angepasst, was bedeutet, dass sie eine elektronische beziehungsweise digitale Ausrichtung besitzen. Eines jedoch hat sich über die Jahrzehnte nicht geändert: Gewinne unterliegen dem Zufallsprinzip. Nichtsdestotrotz ist aus der ehemaligen „Slot Machine“ ein technisches High-End-Gerät mit hochauflösendem Bildschirm geworden. Die Walzen und ihre Rotation werden dementsprechend grafisch dargestellt.

Bei modernen Geräten wurde der ehemals mit Muskelkraft bediente „Arm“ teilweise durch Druckknöpfe ersetzt. Dies reduziert die physische Komponente des „Banditen“, der sich ehemals an die Bedürfnisse der Amerikaner angepasst sah. Diesen wird von jeher ein pragmatischer Hang zur Freizeitgestaltung nachgesagt, was nichts anderes bedeutet, als dass sie ihre Geschicke gern in die eigene Hand nehmen. Das Betätigen des singulären „Arms“ entspricht somit dem typisch „handgreiflichen“ Hang der US-Bürgerinnen und -Bürger. Sie erfahren die Dinge gern auf physische Art und Weise und haben somit das Gefühl, ihr (Un-)Glück selbst in der Hand zu haben.

Gewinnchancen für Spielerinnen und Spieler

Der „Einarmige Bandit“ kann mit hohen oder niedrigen Einsätzen „gefüttert“ werden. Dies lässt Gewinne und Verluste entsprechend variieren. Um den „Banditen“ in Gang zu setzen, muss zunächst eine Münze in den Automaten eingebracht werden. Dafür existiert ein Einwurfschlitz, der sich zumeist an der Gerätevorderseite befindet.

Die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns ist nach jedem Münzeinwurf gleich. Wurde gerade der Jackpot geknackt, hat dies folglich keine Konsequenzen für einen erneuten Ertrag, da der technische Generator über Gewinn und Verlust entscheidet.

seriöse Gewinnspiele

Als Alternative zum „Einarmigen Banditen“ und artverwandten Automaten existieren kostenlose Gewinnspiele, die auch ohne Bargeldeinsatz Spaß machen – sofern sie seriöser Natur sind.